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Sieben Wochen im Königreich von Nangchen

 

Tibetanische Traditionen, Sprache und Kultur waren einst weiter verbreitet, als in der heutigen Chinesischen „Autonomen Provinz von Tibet“. Nennen wir diese Region, „Größeres Tibet“. Im Herbst 2015, ging ich auf eine sieben Wochen lange Reise nach Qinhai nahe Yushu, der Provinzhauptstadt, um dieses tibetanische und noch bisher wenig besuchte Bergplateau zu entdecken, genannt „das Königreich von Nangchen“.

Begleitet von Essayist und Bergführer Luc Richard, ein Spezialist in beiden Überlebenstechniken und China, Brice Pedroletti, das Peking Korrespondent zu Le Monde (einer großen Französischen Zeitung) und Carolle Rattaggi, einer unglaublich guten Alpinistin und Kletterexpertin. Ich verbrachte eine unvergessliche Zeit mit dem Entdecken von abgelegenen Tälern und Gebirgszügen zwischen Oktober und November 2015.

Das Hauptziel der Reise war die Umgebung und Leute der Region kennenzulernen, seit Luc Richard Werbung für Trekking Expeditionen in dieser Region machte. Das Gebiet ist ein echtes Paradies für mehrtägige Trekking Touren zu sein, mit mehreren Buddhistischen Klöstern und Farmern die gerne ihre Türen für Wanderer öffnen und ihre Betten für die Nacht zur Verfügung stellen. Für viele von ihnen waren wir die ersten Europäer die sie je zu Gesicht bekamen. Lachende Kinder (und unglaublich süß) waren teilweise fasziniert von Luc’s langem roten Haar und Bart!

In der Atemberaubenden Kalkstein Landschaft, war ich überwältigt von den unzähligen 5000 Meter hohen Bergen überall um uns herum. Manche waren näher an der 6000 Meter Marke und boten eine Vielzahl an fantastischen Klettermöglichkeiten. Von einfach Schneerouten zu unmöglichen 700 Meter hohen Felswänden oder steilen eisigen Abhängen. Die Nangchen und Yushu Regionen stellten sich als unglaublicher alpiner Spielplatz heraus und sind bisher noch völlig unbekannt.

Nach drei Wochen und der folgenden Abreise von Luc und Brice, kletterten Carole und ich zwei niemals zuvor bestiegene Berge. Dza Tsumbo, 5500 Meter und Tadzeu Maia, 5900 Meter, welche angenehme und einfach zu findende Schneerouten boten. Wir nannten die zweite Route „Ni Tu Nali“, was „Wohin gehst du?“ auf Mandarin bedeutet.

Die gesamten sieben Wochen voller Wandern und Klettern waren im Alpinen Stil, was bedeutet, dass wir keine Unterstützung jeglicher Art hatten. Wir trugen alles in unseren Rucksäcken und liefen jeden Weg vom einen zum anderen Ort! Dabei muss nicht mehr erwähnt werden, dass jedes Gramm was wir an Gewicht einsparen konnten essenziell war. Das galt besonders für unsere Nahrung, Klamotten, sowie Kletter- und Schlafausrüstung. Die letzten drei Male halfen uns Luc’s Überlebenstechniken und mein Kletterequipment Sponsor Petzl. Um das Essen kümmerte sich LYOFOOD, die ein wahres Wunder darboten. Sie versorgten uns nicht nur mit Mahlzeiten die lecker waren, sie waren auch unglaublich einfach vorzubereiten. Wir verwendeten sie die kompletten sieben Wochen und als eine Art „Energie Sicherung“, für die Nächte in denen wir kein Kloster oder Farmer mit einer warmen Mahlzeit für uns fanden. Diese biologischen und leckeren Mahlzeiten funktionierten auch perfekt in unseren höher gelegenen Camps, wenn wir mal weit weg von jeglicher Zivilisation waren und nur Bären und Adler uns Gesellschaft leisten konnten. Zudem genossen wir noch LYOFOOD’s „super Vitamin Pulver“, der perfekte Weg um Geschmack (und Farbe!) von einer Art Tsampa und frischem Yak Käse (das lokale Pendant zu Joghurt). Ich konnte die schockierten Reaktionen der Einheimischen nicht verstehen, als wir Erdbeer- und Blaubeerpulver in deren geliebtes, eintausend Jahre altes, heiliges Tsampa Rezept gaben, um es in einen rosa oder blauen Brei zu verwandeln!

Danke LYOFOOD das ihr solch ein wichtiger Teil des Vergnügens und Erfolges unserer Bergreise in den Osten Tibets wart!